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https://www.youtube.com/watch?v=kj_BnnvFqIM
3sat. 17.05.2010, Kulturzeit
Redaktion: Jochen Werner

Der Kampf geht weiter
Der Ex-Terrorist Karl-Heinz Dellwo

Karl-Heinz Dellwo war als Mitglied der Roten Armee Fraktion 1975 an der Botschafts-Besetzung in Stockholm beteiligt, bei der die RAF zwei Gefangene erschoss. Dafür saß er 20 Jahre im Gefängnis. Jetzt gibt er eine "Bibliothek des Widerstands" heraus, eine Serie von Dokumentarfilmen über weltweite Protestbewegungen seit den 1960er Jahren, die er in einem Begleitbuch im Politjargon der radikalen Linken kommentiert.

In der Nacht zum 24. April 1975 steht die Deutsche Botschaft in Stockholm in Flammen. Schreie gellen durch die Nacht, Sirenen heulen. Die Lage ist unübersichtlich. Im Gebäude hat sich ein Kommando der Roten Armee Fraktion verschanzt. Die Terroristen erschießen Geiseln, um Andreas Baader, Ulrike Meinhoff und andere in Deutschland inhaftierte RAF-Mitglieder freizupressen. Die Lage eskaliert, als versehentlich ein Sprengsatz hoch geht. Schließlich stürmt die schwedische Polizei die Botschaft - das Ende einer Terroraktion.

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Montag, 31.05.2010: Vers- und Kaderschmiede und AK Bücherverennung:  Nie wieder!


NAHE JEDENEW von Kevin Vennemann.

mit: PHELINE ROGGAN, YURI BECKERS, OLIVER TÖRNER, ROBERT STADLOBER, RAINER SCHMTT, WOLFGANG HARTMANN, STEPHAN SCHAD...

Frühsommer 1941, ein Dorf in Polen: Zwei Mädchen, Schwestern, haben sich in ein Baumhaus geflüchtet. Sie müssen beobachten, was sie nie für möglich gehalten hätten. Deutsche Soldaten und polnische Bauern zerstören ihren Weiler. Das noch kürzlich so stabil erscheinende, friedliche Zusammenleben einer assimilierten jüdischen Familie mit ihren katholischen Nachbarn ist zerstört.

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Vers- und Kaderschmiede, Polittbüro und DGB zeigen am  28./29./30.04.2010
20 Uhr
Paula Spencer von Roddy Doyle.
mit: GILLA CREMER, ROBERT STADLOBER, PHELINE ROGGAN, ANTJE BASEDOW, JESSICA KOSMALLA

„Roddy Doyle versteht es meisterhaft, Menschen eine Stimme zu verleihen, die im Leben, aber auch in der Literatur zu kurz kommen.“-„Paula ist eine wenig heldenhafte Heldin, mit der die Weltliteratur um eine unvergessliche Figur reicher wird.“ (Tagesspiegel) Paula Spencer lebt in Dublin, sie ist 48 Jahre alt. Von ihrem Mann, den sie viel zu spät rausgeschmissen hat, ist sie jahrelang verprügelt worden. Seit fünf Monaten ist sie trocken; kein Tropfen Alkohol, ehrlich nicht! Sie ist Jobberin, meist Putzfrau, Angehörige des Prekariats, Unterschicht: „Sie hat nie Steuern gezahlt, nie für die Rente geklebt. Sie bekommt das Geld bar auf die Hand. Wenn sie aufhört, ist es so, als wenn sie nie gearbeitet hätte. Keine ideale Lösung, aber…“

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Rot liegt in der Luft. Quelle: www.freitag.de


Der ehemalige Revolutionär Karl-Heinz Dellwo ist unter die Verleger gegangen und baut an einer großen „Bibliothek des Widerstands“

Bild: Szene aus "Schlacht um Chile". Sreenshot

Der Freitag: Was haben Sie mit der Bibliothek des Widerstands vor?

 Karl-Heinz Dellwo: Wir veröffentlichen eine Serie von Dokumentarfilmen, die sich mit weltweitem Protest und Widerstand ab Mitte der sechziger Jahre beschäftigt.

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Montag 12.4.2010., 20 Uhr

BURGHART KLAUSSNER; NINA PETRI:  PREISVERGLEICH - Thomas Bernhard übertreibt

Eine Kostprobe:

"Mehrere Zeitungen hatten die Meldung, daß ich den österreichischen Staatspreis bekomme, so aufgemacht, als handelte es sich um den Großen Staatspreis, während es doch der mich demütigende Kleine gewesen war ... Aber so sehr ich auch von dem Gedanken, in das Ministerium hineingehen und mir den Kleine Staatspreis abholen zu müssen, gewürgt worden bin, es rettete mich doch die Tatsache, daß auch dieser Kleine Staatspreis mit einer Geldsumme verbunden war ..., die ich, der ich über alle meine Köpfe verschuldet gewesen war, dringend gebraucht habe.

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Mit Texten von: Uwe Soukup, Karl Heinz Roth und Karl-Heinz Dellwo.

Erschienen März 2010

Am 2. Juni 1967 wird während der Proteste gegen den Schah-Besuch aus Persien der Student Benno Ohnesorg von dem Polizisten Karl-Heinz Kurras erschossen.

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Linke Geschichte muß erfahrbar sein: Morgen wird in Leipzig »Schrei im Dezember« aus der neuen »Bibliothek des Widerstands« präsentiert. Ein Gespräch mit Karl-Heinz-Dellwo und Willi Baer

Interview: Christof Meueler

Wir brauchen unsere eigenen Medien: Szene aus »Schrei im Dezember« von Kostas Kolimenos, dem neuen Mediabook aus der »Bibliothek des Widerstands«, die der LAIKA-Verlag in Kooperation mit junge Welt herausbringt. Karl-Heinz Dellwo und Willi Baer sind Geschäftsführer von LAIKA. Dellwo ist Filmer und war früher in der RAF, Baer ist Produzent und war früher in der DKP.

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Der Weg in die Sicherheitsgesellschaft 
Auf der Suche nach staatskritischen Absolutheitsregeln


Datum/Uhrzeit: 18. März 2010 18:30 Uhr


Veranstaltungsart:
Diskussion

Mitwirkende: 

Hans-Jürgen Misselwitz
Karl-Heinz Dellwo

Peter-Alexis Albrecht

Ulrich Renz

Beschreibung: Es ist in Vergessenheit geraten: Die ”Sicherheit” der Bürger betraf einmal ihren Anspruch, vor staatlicher Willkür geschützt zu sein. Hierf¨ur wurde der Rechtsstaat errichtet, der die bürgerliche Freiheit in gleicher Weise vor der Obrigkeit wie auch vor Angriffen durch den Mitbürger schützte. Im Fokus der Betrachtung stand der Mensch, dessen individuelle Freiheitsrechte in persönlicher, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht zu sichern waren. Freiheit war das erstrebte Ziel, die Rechts-Sicherheit das eingesetzte Mittel.

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Polittbüro, 31.01.2010, Beginn: 20:00

 

Deutschland 1935: Vor ihrer Flucht verkaufen jüdische Besitzer ihr Haus, Rothenbaumchaussee 19, an die "Abteilung Wirtschaft und Recht" des Nationalsozialistischen Lehrerbundes, zu einem ungewöhnlich niedrigen Preis. Nach dem Krieg behauptet die GEW, der Kauf sei korrekt abgelaufen.

Zeugen: Die NS-Funktionäre.

Bis heute besteht die GEW, trotz kontroverser Debatte, darauf, es handle sich nicht um Arisierung. Auf die Einnahmen aus dem Haus könne nicht verzichtet werden.

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Junge Welt 23.01.2010
Genossenschaft hat Etappenziel erreicht. Ein Gespräch mit Karl-Heinz Dellwo
Interview: Claudia Wangerin
Karl-Heinz Dellwo ist Mitbegründer des Laika-Verlags in Hamburg und 1000. Mitglied der LPG junge Welt eG

Warum haben Sie sich entschieden, durch Erwerb eines Genossenschaftsanteils Miteigentümer dieser Zeitung zu werden?

Der Aspekt des Miteigentümers stand für mich nicht im Vordergrund, sondern die Notwendigkeit einer linken Tageszeitung in der Bundesrepublik Deutschland. Diese Funktion erfüllt aus meiner Sicht die junge Welt, deshalb will ich sie unterstützen.

Die heutige Situation ist von Ideologie bestimmt, die alle Zwänge des aktuellen Systems als naturgegebene Sachzwänge ausgibt und jede Möglichkeit einer Alternative leugnet.

Das zu glauben hätte die fatale Folge, daß man sich zurücklehnen könnte, obwohl es überall auf der Welt Krieg, Hunger und Elend gibt. Aus meiner Sicht hat die junge Welt noch am ehesten die Chance, sich zu einer Zeitung zu entwickeln, die Menschen in die Lage versetzt, über die Schranken des heutigen Systems hinauszudenken. Das schafft aus meiner Sicht keine andere Zeitung in diesem Land. Die junge Welt tut es in manchen Punkten noch nicht radikal genug, aber sie hat das Potential.